Muskelverkürzung


HüftbeugerWeil ich vor kurzem gefragt wurde, warum Muskeln eigentlich beim langen Sitzen verkürzen und was im Körper passiert,..

Hier eine kurze Erklärung nach Köpertherapeuten Joseph E. Muscolino:

Der wahrscheinlich einfachste Weg zum Verständnis der adaptiven Verkürzung eines Muskels ist der Blick auf das Beispiel der Hüftgelenksflexoren (Hüftbeuger). Sitzt man über einen längeren Zeitraum, verkürzen sich die Flexoren und werden locker, da durch die sitzende Position die Oberschenkel in 90-Grad-Funktion in Hüftgelenk eingestellt sind. Will man in dieser Position den Oberschenkel im Hüftgelenk weiter anbeugen, so reagieren die für Flexoren bei einer Kontraktion nicht unmittelbar mit einer Bewegung. Jede Kontraktion muss zuerst das derzeit vorhandene Spiel im Muskel herausnehmen. Aus diesem Grund verkürzt das Gamma-Motorneuronen-System des Gehirns adaptiv diese Muskeln durch vermehrten Spannungsaufbau entsprechend ihrer verkürzten Länge im Sitzen. Sie werden dadurch nicht kürzer als zuvor, doch durch die erhöhte Spannung wird die Erschlaffung aufgehoben. Bekommen die Muskeln nun das Kommando zu kontrahieren, so sind die reaktiver und können schneller mehr Flexion des Oberschenkels im Hüftgelenk ausführen. Sobald man über einen längeren Zeitraum in einer bestimmten Haltung verbleibt, in der ein Muskel bzw. eine Muskelgruppen verkürzt und angenähert ist, wird sich der Grundtonus dieser Muskeln zur Angleichung an den genäherten Zustand allmählich anpassen. So sind sie im Falle einer geforderten Bewegung reaktiver.
Diese erhöhte Spannung in einem Muskel mit Anpassungsverkürzung prädisponiert die Bildung von Triggerpunkten ( aka Knubbel ;))

Falls ihr Fragen oder Kommentare zu diesem kurzen Artikel habt, einfach posten;)

Alles Liebe Alex und denkt daran:
Free your Body – Funk your Soul!

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